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Risiko beim Hausverkauf, Beseitigungsaufwand mehr als 5 % des Kaufpreises (OLG Düsseldorf Urteil vom 10.03.2015 – 21 U 93/14)

Die Käuferin erwarb ein Einfamilienhaus. Im Grundstückskaufvertrag waren Ansprüche wegen sichtbarer oder unsichtbarer Mängel ausgeschlossen. Ausgenommen von der Haftung waren auch Schadensersatzansprüche außer in Fällen des Vorsatzes.

Nach Übergabe des Kaufobjektes stellte sich dann heraus, dass Feuchtigkeitserscheinungen im Keller und in der Garage vorhanden waren, darüber hinaus gab es Fluglärm. Die Käuferin behauptet, sie wäre arglistig getäuscht worden und behauptet im Übrigen, die Mangelbeseitigungskosten würden mehr als 5 % des Kaufpreises ausmachen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat festgestellt, dass bei einem behebbaren Mangel von einer Unerheblichkeit nicht mehr ausgegangen werden kann, wenn der Mangelbeseitigungsaufwand mehr als 5 % des Kaufpreis beträgt. In diesem Fall ist von einem erheblichen Mangel auszugehen. Die sich daraus ergebenden Folgen für den Verkäufer des Objektes bedeuten, dass er sich erheblichen Schadensersatzforderungen ausgesetzt sieht.
mitgeteilt durch
Rechtsanwalt Michael Menzel


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