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Wohneigentum – Anleinpflicht für Hunde und Katzen LG Frankfurt 9. Zivilkammer 14.07.2015

Im Rahmen der Hausordnung hatte die Wohnungseigentümergemeinschaft beschlossen, dass Hunde und Katzen auf den Gemeinschaftsflächen nicht frei, sondern nur angeleint herumlaufen dürfen. Die Anfechtung des Beschlusses blieb ohne Erfolg. Die Haustierhaltung gehört nicht zum wesentlichen Inhalt der Nutzung von Wohneigentum. Daher kann in einer Hausordnung eine Regelung über einen Leinenzwang von Hunden und Katzen enthalten sein, da dadurch gewährleistet wird, dass jeder Sondereigentümer von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch machen kann, dass dadurch keinem anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidbare Maß hinaus ein Nachteil erwächst. Bei einem Hund könnte man das ja noch einsehen, allerdings erstreckt sich der Leinenzwang auch auf Katzen, denn es bleibt – so die Begründung – dem Kläger unbenommen, Hauskatzen in der Wohnung zu halten und sie am freien Auslauf an dem Grundstück zu hindern. Das Anleinen von Katzen wird als zumutbar angesehen.