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Darf der Verwaltungsbeirat den Verwaltervertrag unterzeichnen?

Immer wieder kommt es vor, dass im Rahmen der Eigentümerversammlung beschlossen wird, dass der Verwaltungsbeirat, in der Regel der Vorsitzende, damit beauftragt werden soll, den Verwaltervertrag auszuhandeln und zum Abschluss zu bringen.

Zum einen stellt sich dabei dann die Frage, ob solche Beschlüsse wirksam sind und nicht möglicherweise durch Miteigentümer angefochten werden können. Zum anderen muss sich ein Verwaltungsbeiratsmitglied auch vergegenwärtigen, dass er unter Umständen für sein Handeln auch haftet. Es gehört nämlich grundsätzlich nicht zu den Aufgaben des Verwaltungsbeirats, Verwalterverträge auszuhandeln und zum Abschluss zu bringen. Der Verwaltungsbeirat kann im Hinblick darauf, dass der Abschluss des Verwaltervertrages zu den Kernaufgaben der Wohnungseigentümer gehört und diese ihr Selbstbestimmungsrecht nicht vollständig in die Hand einer kleinen Gruppe geben dürfen, nicht völlig freie Hand gelassen werden, zu welchen Konditionen der Verwaltervertrag abgeschlossen werden soll. Wenn die Eigentümer solches beschließen wollen, müssen zumindest die Eckdaten des Verwaltervertrages aus dem Beschluss hervorgehen. Zu den Eckdaten gehören die Vertragslaufzeit des Verwaltervertrages und die Vergütung des Verwalters. Wird dies nicht beachtet, ist der Beschluss unwirksam und der Verwalter handelt unter Umständen auch ohne entsprechende Vollmacht mit der Konsequenz, dass er haften kann, wenn es zu Unstimmigkeiten kommt.
mitgeteilt durch
Michael Menzel
Rechtsanwalt


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