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Eine Kündigung muss gegenüber allen Mietern bekannt gemacht werden

Die gesetzliche Regelung sieht grundsätzlich vor, dass der Vermieter bei einer Kündigung allen Mietern gegenüber die Kündigung aussprechen muss. In einigen Verträgen ist allerdings geregelt, dass ein Mieter empfangsbevollmächtigt sein soll für alle Mieter. Das bedeutet für den Vermieter, im günstigsten Fall braucht er nur eine Kündigungserklärung zustellen lassen, und zwar an den Empfangsbevollmächtigten. Das Landgericht München hat mit Entscheidung vom 12.10.2016, Az. 14 S 639/05 nun entschieden, dass eine solche Mietvertragsklausel, die es dem Vermieter erlaubt, rechtsgeschäftliche Erklärungen nur gegenüber einer Person abzugeben, wenn sie auch gegenüber mehreren Personen wirksam werden soll, unwirksam ist.

Wenn mehrere Mieter eine Wohnung gemeinsam angemietet haben und einen Mietvertrag unterschrieben haben, muss auch gegenüber allen Mietern gekündigt werden.

Problematisch wird es dann, wenn ein Mieter umgezogen ist und nicht mehr in der Wohnung wohnt. Auch diesem gegenüber muss das Mietvertragsverhältnis gekündigt werden. Der Vermieter hat Sorge dafür zu tragen, dass die Kündigungserklärung zugestellt werden kann, gegebenenfalls muss er Nachforschungen anstellen. Eine nicht allen Mietern gegenüber zugestellte Kündigung birgt die Gefahr, dass der Räumungsrechtsstreit verloren geht.

mitgeteilt durch
Michael Menzel
Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht