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Medizinrecht – Urteile

Medizinrecht: keine Zahnarzthaftung bei Behandlungsabbruch

Darf man eine umfangreiche – mehrere Sitzungen andauernde – Zahnersatzleistung abbrechen und dann ohne Nachbesserungsrecht Schadensersatz fordern?

Nein, wenn nicht eindeutige Behandlungsfehler belegbar sind.

Im Oberkiefer der Klägerin hatte der beklagte Zahnarzt umfangreiche Zahnersatzmaßnahmen durchgeführt. Aufgrund des bevorstehenden Urlaubs der Klägerin erfolgte der Zahnersatz provisorisch. Danach wurde eine Zahnfleischentzündung festgestellt und erfolgreich behandelt. Zu weiteren Terminen erschien die Klägerin nicht. Sie ließ ein Gutachten anfertigen, dass die Kronen bemängelte. Der Zahnarzt bot ihr die Nachbesserung des Zahnersatzes an. Sie verweigerte und klagte.

Das Gericht wies die Klage und den Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz ab, da derartige zahnärztliche Behandlungen nicht mit dem Einsetzen der ersten Prothese abgeschlossen seien und zweifelsfrei ein Einverständnis über das Einsetzen der provisorischen Prothese bestand. Ferner sei es dem Arzt zu gestatten, seine Arbeit abzuschließen, um sie bewerten zu können.

Natürlich stehe es der Klägerin jederzeit frei, ohne Mehrkosten die Arbeit von einem anderen Arzt beenden zu lassen.

Medizinrecht Urteil:

Landgericht Münster (Aktenzeichen: 111 O 26/12)

 

Medizinrecht – weitere Urteile

Mehr Urteile finden Sie unter:
http://www.medizinrecht-aktuell.de/

 

Medizinrecht – Gesetze

Im deutschen Medizinrecht gelten sehr viele Gesetze. Hier eine kleine Auswahl von Gesetzen mit denen wir uns schon mehrfach beschäftigen mussten:

Aus unserem Blog

  • Schadensersatz beim Kauf einer Eigentumswohnung

    Die Beklagte veräußerte eine Eigentumswohnung. Bei Abschluss des Kaufvertrages wurde dem Erwerber verschwiegen, dass noch auf dem Nachbargrundstück ein mehrstöckiges Mehrfamilienhaus errichtet werden soll. Die Käufer machten nach Abschluss des Kaufvertrages wegen Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten Schadensersatz i.H.v. 10 % des Kaufpreises geltend. Das Landgericht Hamburg gab den Klägern Recht. Zwar war die Gewährleistung ausgeschlossen und […]

  • Beschluss über die Jahresabrechnung der Eigentümerversammlung

    Wenn der Beschluss der Eigentümerversammlung über die Jahresabrechnung auf ein Dokument Be­zug nimmt, das weder Teil des Beschlusstextes noch des Protokolls ist, muss nach dem Be­stimmtheitsgebot das in Bezug genommene Dokument zweifelsfrei bestimmt sein. Es reicht deshalb nicht die Formulierung: „…Die vorliegenden Jahresabrechnungen werden genehmigt“; es sei denn, es lässt sich aus dem Protokoll eindeutig […]

  • Kameraüberwachung in der Tiefgarage nicht erlaubt

    Ein Miteigentümer installierte in der Tiefgarage eine Videoüberwachungskamera. Damit war er in der Lage, Personen und Fahrzeuge, die sich auf der Gemeinschaftsfläche bewegten, zu filmen. Einer der Miteigentümer war damit nicht einverstanden und erhob Klage. Das AG Hamburg, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 880 C 9/16, gab dem klagenden Eigentümer Recht. Der Beklagte hat es zu […]


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